Protokoll der 5. Generalversammlung
P R O T O K O L L

der 5. Generalversammlung des Freiämter Landwirtschaftsvereins
vom Mittwoch 30. März 2005, 20.00 Uhr im Roos, Muri

Anwesende Vorstandsmitglieder FLV:

  • Othmar Vollenweider, Präsident
  • Annemarie Lang, Vertreterin Bäuerinnen
  • Elisabeth Heiniger, Vertreterin Bäuerinnen
  • Christine Villiger, Kassiererin
  • Thomas Rüttimann, Vizepräsident
  • Beat Keusch, BVA Delegierter
  • Rainer Brun, Vertreter Verein Ehemaliger
  • Thomas Stutz, Aktuar

1. Begrüssung
Präsident Othmar Vollenweider begrüsst die Anwesenden Bäuerinnen und Bauern, Referent - Tierarzt Alfons Knüsel, Vertreter aus der Politik und die Presseleute.

2. Wahl der Stimmenzähler
Es werden gewählt: Urs Meier, Markus Villiger

3. Protokoll der GV vom 10. März 2003
Das Protokoll der letzten GV vom 10. März 2003 wurde mit der Einladung verschickt. Interessierte können das Protokoll direkt beim Präsidenten einsehen oder unter www.frei-land.ch nachlesen. Das Protokoll wird genehmigt.

4. Zweijahresbericht des Präsidenten
An der GV vom 10. März 2003 löst Othmar Vollenweider Rainer Weber vom Präsidentenamt ab. Thomas Rüttimann übernimmt das Vizepräsidium. Der FLV setzt sich zusammen mit den Milchproduzenten in unserer Region (Wohlen, Bremgarten, Muri, Sins) alljährlich für den Tag der Milch ein. Der Verein organisiert und hilft zusammen mit der Oberfreiämter Buurechuchi auch beim 1. August Brunch, unterstützte den BVA bei den 200-Jahr Feierlichkeiten des Kt.AG, informiert an Gewerbeausstellungen und an Tagen der offenen Türen, hilft bei der Koordination der Landw. Weiterbildung, veröffentlicht Infoberichte zur Landwirtschaft in den Regionalzeitungen, organisiert im zweijahres Rhythmus den beliebten Freiämter AGRO-TRÄFF, unterstützt Aktionen zum Beispiel gegen Einkaufstourismus, macht Weihnachts-Glückwunschaktionen für unsere Bauern, usw. Der Verein ist also aktiv in der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft. An dieser Stelle dankt der Präsident dem Vorstand und den Bäuerinnen für die gute Zusammenarbeit. Ein Dank geht auch an die Sponsoren für die Unterstützung in den einzelnen Bereichen.

5. Jahresrechnung 2003 und 2004
Christine Villiger stellt die Rechnung vor. Beat Müller, Rechnungsprüfung, liesst den Revisorenbericht. Einstimmige Annahme der Rechnung.
(detaillierte Rechnung kann bei Othmar Vollenweider eingesehen werden)

6. Tätigkeitsprogramm
Auch in Zukunft wird sich der FLV in koordinierender und unterstützender Form für den Tag der Milch einsetzen. Dabei ist er allerdings auf die Mitarbeit der Milchbauern angewiesen und fordert zur Teilnahme auf. Im 2005 wird der 1. August-Brunch nicht vom FLV organisiert. Othmar Vollenweider appelliert, sich da trotzdem zu engagieren. Interessierte kriegen bei Othmar Vollenweider Infos und Unterlagen. Vom 06. bis 10. Oktober 2005 findet in Wohlen wieder die HAGEWO statt. Die Vorbereitungsarbeiten haben begonnen. Auch Winteraktionen sind wieder geplant - Vorschläge und Ideen werden vom Vorstand FLV gerne entgegengenommen. Im 2006 findet in Muri wieder eine Gewerbeausstellung statt. 2007 wird der 4. Freiämter AGRO-TRÄFF über die Bühne gehen - Anregungen, Vorschläge und Wünsche bitte an den Vorstand FLV. Othmar Vollenweider ruft allgemein auf zur Unterstützung der Aktionen des FLV!

7. Verschiedenes
Zum 10-jährigen Bestehen des Freiämter Landwirtschaftsvereins werden derzeit die Organisationsstrukturen überdacht und eine Eingliederung des FLV im BVA geprüft. Es soll nicht eine Auflösung des FLV hervorgehen, sondern eine gezielte Integration der Bezirksvereine allgemein im BVA. In den Regionen könnten künftig Arbeitsgruppen für die spezifischen Betriebsrichtungen (Milch, Fleisch, Obst, etc.) und Interessen eingesetzt werden. Dadurch könnten Kosten gespart und das Auftreten des BVA gestärkt und vereinheitlicht werden.

 

2. Teil
Referat: Tierarzt Alfons Knüsel, Muhen zum Thema:

Möglichkeiten und Grenzen der Homöopathie in der Nutztierhaltung

Homöopathie wird also nicht nur beim Mensch, sondern auch bei Tieren mit Erfolg eingesetzt - das zeigte der Tierarzt Alfons Knüsel aus Muhen eindrücklich auf. Homöopathie heisst übersetzt: Ähnliches mit Ähnlichem heilen. Ein zentraler Begriff dieser Alternativmedizin ist die Lebenskraft. Das ist die Kraft, die uns am Leben erhält. Krankheiten können wir weder sehen noch messen. Symptome hingegen sehen wir. - Es sind die Reaktionen des Körpers auf die Krankheit. Die Homöopathie setzt sich zum Ziel, den Körper/Organismus wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Der Patient, die Kuh wird als Einheit betrachtet. Nicht das Euter als solches, sondern die Kuh wird behandelt. Die Gesamtheit der Symptome zählt, erklärt Alfons Knüsel. Aus diesem Grund sind auch genaue Beobachtung und Aufzeichnung für eine erfolgreiche Homöopathie sehr wichtig.

Die Homöopathie stellt also eine zusätzliche Therapiemöglichkeit dar, sie verursacht keine Verluste durch Absetzfristen, wie das beim Einsatz chemischer Medikamente der Fall ist. Sie reduziert den Einsatz von Antibiotika und verbessert entsprechend die Resistenzlage. Hinzu kommt das höhere Vertrauen der Konsumenten gegenüber dieser Behandlungsmethode. Der Landwirt kriegt eine andere und intensivere Beziehung zu seinen Tieren.

Alfons Knüsel zeigt aber auch klar auf, dass eine kritische Betrachtung wichtig ist und Homöopathie dort eingesetzt werden soll, wo es Sinn macht. Es geht nicht darum, beispielsweise vollständig auf Antibiotika zu verzichten. Wichtig ist, sich klare Ziele zu stecken und die richtige Methode zu wählen. Anhand von Fallbeispielen zeigt er einige Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Tierarzt mit Kenntnissen im Alternativmedizinbereich auf - es ist erstaunlich, was mit Homöopathie möglich ist!

Der Protokollführer

Thomas Stutz Oberlunkhofen, 08. April 2005